Für grenzenlose Solidarität. Alle nach Erfurt am 1. Mai!

pic 10739515 2 3Die SJD - Die Falken beteiligt sich an den Protesten gegen die menschenverachtende Politik der AfD in Erfurt und erinnert an die sozialistische Geschichte des internationalen Kampftags der Arbeiter*innenbewegung.

Für grenzenlose Solidarität. Alle nach Erfurt am 1. Mai!
Seit 1886 steht der 1. Mai als internationaler Kampftag der Arbeiter*innenbewegung nicht nur für die Erfolge und Niederlagen der organisierten Arbeiter*innen, sondern auch für die konkrete Utopie eines Lebens jenseits der Enge von Fabrik und Büro.
Doch der 1. Mai besitzt auch eine Geschichte der Vereinnahmung durch reaktionäre Bewegungen. 1934 waren es die Nationalsozialist*innen, die ihn nach der Zerschlagung der Gewerkschaften und Arbeiter*innenparteien im faschistischen Sinne umdeuteten und schließlich als Tag der nationalen Arbeit zum gesetzlichen Feiertag erklärten. Statt für Solidarität und Befreiung sollte er nun ganz im Zeichen des frohen Schaffens für Volk, Nation und Führer stehen. Auch nach der Befreiung vom Nationalsozialismus durch die Alliierten versuchten rechte und faschistische Gruppen immer wieder den 1. Mai nationalistisch zu vereinnahmen und Arbeiter*inneninteressen gegen Geflüchtete und Migrant*innen auszuspielen.
Aktuell ist es die AfD und vor allem deren ostdeutsche Landesverbände, die unter dem Motto "Blauer Frühling" am 1. Mai bundesweit nach Erfurt mobilisieren um dort ihren Wahlkampfauftakt für die kommenden Landtagswahlen zu begehen. Jürgen Pohl, Mitglied des Bundestags für die AfD und Gründer der rechten Scheingewerkschaft "Alternativer Arbeitnehmerverband Mitteldeutschland", fabulierte im Vorfeld schon von vor Angst schlotternden "Altgewerkschaften und Altparteien". Neben Pohl werden auch Alexander Gauland als AfD-Vorsitzender und Björn Höcke als Wortführer des rechtsradikalen Flügels der Partei auf der Demonstration vertreten sein. Es werden mehrere tausend Teilnehmer*innen erwartet.
Gerade weil der 1. Mai unser Kampftag ist, werden wir uns auch heute wieder der reaktionären und menschenverachtenden Politik der AfD entschlossen entgegenstellen und uns den antifaschistischen Protesten in Erfurt anschließen.
Dazu Jana Herrmann, Bundesvorsitzende der SJD - Die Falken: Es ist eine Farce, dass eine Partei, die nicht nur zutiefst nationalistische und rassistische Positionen vertritt, sondern auch für einen rabiaten Neoliberalismus steht, auf einmal versucht sich als Anwalt von Arbeitnehmer*inneninteressen aufzuspielen. In Erfurt und bundesweit kämpfen wir heute deshalb nicht nur gegen Rassismus und Nationalismus, sondern tragen auch unsere sozialen Forderungen konsequent auf die Straße: Für höhere Löhne, niedrigere Mieten, für die Enteignung der großen Immobilienkonzerne und nicht zuletzt für ein soziales Europa!
Wir rufen nochmals alle Menschen auf: Kommt nach Erfurt und schließt euch den antifaschistischen Demonstrationen an!
Für grenzenlose Solidarität und den gemeinsamen Widerstand von unten!